Video Andorra Video über Andorras Wirtschaft und Politik. Quelle: EuroNews Mai 2006.
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Wirtschaft

Andorra ist ein kleines  Land; bis vor 40 Jahren konnte es nur um die 6000 Einwohner ernähren, die Täler und  Berge seiner 464 qkm ausnutzend. Heute leben hier etwa 80'500 Personen mit einem hohen  Einkommensniveau. Wesentliche Erwerbsquelle der Andorraner ist neben reger Geschäfts- und  Bautätigkeit der Tourismus. Über 12 Millionen Besucher pro Jahr nutzen Andorra als Feriendomizil oder für günstige Einkaufsmöglichkeiten. Stark rückläufig ist die  Landwirtschaft, der Anbau von Tabak und die Viehzucht, in der nur mehr 3 % der Bevölkerung beschäftigt ist. Zu den natürlichen Reichtümern zählen die Heilquellen von Escaldes -Engordany, die schwefelhaltig und mit Temperaturen von 10 °C bis 85° C, besonders gegen Rheuma und Hautleiden empfehlenswert sind.
Andorra gehört nicht der EU an. Mit dem am 1.7.1991  in Kraft getretenen Abkommen über die Handelsbeziehungen zwischen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und dem Fürstentum Andorra werden die bisherigen einzelstaatlichen Vereinbarungen durch eine Gemeinschaftsregelung ersetzt. Die Übereinkunft sieht vorrangig die Errichtung einer Zollunion vor, die die Abschaffung der Zölle und Abgaben gleicher Wirkung, sowie der mengenmässigen Beschränkungen im Warenverkehr zwischen den Vertragsparteien beinhaltet. Das ermöglicht andorranischen  Unternehmen die Erschliessung und Erweiterung der Absatzmärkte in der EU. Die  Transferierbarkeit von Gewinn und Kapital ist uneingeschränkt.

Andorras wirtschaftliche Stärke beruht auf diesen drei Säulen:
Der  Handel
Dank seiner Steuerfreiheit hat sich Andorra zu einem Einkaufsparadies entwickelt. Grosse  Warenhäuser wie PYRENEES, ESCALE, ANDORRA 2000, PUNT DE TROBADA und andere, halten ein internationales Warenangebot bereit; ausserdem gibt es viele Fach- und Spezialgeschäfte.  Die Hauptstadt Andorra la Vella und die Einkaufsstrassen von Escaldes bieten insbesondere  an Wochenenden ein Bild pulsierenden Wirtschaftslebens. Tausende von Menschen aus Spanien  und Frankreich kommen herüber, um hier günstig einzukaufen. Neueste internationale Mode, exclusiver Schmuck, Uhren, Parfüms, Fotoapparate, Videogeräte, Stereoanlagen, Feinschmeckereien, Spirituosen, Tabak. Die Waren kommen Lkw-weise nach Andorra hinein und  gehen Pkw-weise und im Touristenbusverkehr wieder hinaus.

Andorra importierte 1999 insgesamt Waren im Wert von 1.031.700 Tausend EURO, davon rd. 88,51 %  aus der EU.

Die andorranischen Händler geben die Zoll- und Steuerersparnisse im Verhältnis zu  Frankreich und Spanien natürlich nicht voll an ihre Kunden weiter, sondern machen -  ähnlich der Duty-free-shops auf den Flughäfen - gute Geschäfte mit der Illusion der  Abgabenfreiheit und Preise, die etwas niedriger sind als im jeweiligen Hochsteuerland.

Der  Dienstleistungssektor

Andorras Dienstleistungsgewerbe setzt sich im wesentlichen zusammen aus den rd. 500 Hotels aller Klassen, hunderten von Bars und Restaurants, 5 Banken und ihre Niederlassungen,  Versicherungen, Import-Exportfirmen und Verwaltungsgesellschaften, Kaufhäusern, Supermärkten, Spezialgeschäften, Sport- und Freizeitanlagen. Dazu kommen Schulen,  Krankenhäuser, Gemeindedienste und schliesslich die Verwaltung. Sie alle benötigen qualifiziertes Personal. Die Angestellten des Dienstleistungssektors sind es, die neben  den Arbeitern in Andorra die hohe Wohnungsnachfrage erzeugen. Der Dienstleistungssektor  wächst mit dem Touristenstrom und der Handels- und Bautätigkeit.

Das  Bauwesen

Der Wohnungsmarkt in Andorra ist für Ausländer ausserordentlich interessant. Für den Erwerb von Eigentumswohnungen sprechen viele Gründe:

* Das Fürstentum Andorra ist seit über 700 Jahren politisch und wirtschaftlich ein stabiles Land.

* Auf Grund der hervorragenden Wirtschaftssituation gibt es einen ständigen Zuzug von  Arbeitskräften und anderen Einwanderern; demzufolge ist in dem kleinen Land, das nur wenig bebaubare Flächen hat, ständig ein hoher Wohnungsbedarf vorhanden. Mit den Mieteinnahmen aus drei Eigentumswohnungen kann man bereits seinen Lebensunterhalt  bestreiten, denn Gewinne und Einkünfte aus geschäftlichen Aktivitäten oder Kapitalanlagen sind steuerfrei! Die starke Nachfrage nach Alters-, Steuer- und  Feriendomizilen erscheint den Andorranern jedoch interessanter, als den Bedarf von Mietwohnungen zu decken.
* Da Andorra keine Steuern erhebt ist es als Wohnsitz hochinteressant - auch für Deutsche, die ihr Vermögen mobilisieren können und persönlich Wohnsitz in Andorra  nehmen. Dann kann man die Annehmlichkeiten des Landes voll geniessen, wie dies schon viele  Ausländer in diesem Vielvölkerstaat tun.

* Die Grundstücksnachfrage hat auch die Preise steigen lassen. Im Vergleich zu anderen "Steueroasen" wie Liechtenstein, Monaco, etc., kann man jedoch in Andorra noch preisgünstige Apartments und Chalets erwerben.

Im Zuge der neuen Strategie der Diversifizierung der Wirtschaft versucht Andorra, dass sich in den kommenden Jahren leistungsfähige und spezialisierte Kleine- und Mittlere  Unternehmen, z.B. im pharmazeutischen oder optischen Bereich, niederlassen.


Warenausfuhrbestimmungen


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