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Andorra ist ein kleines  Land; bis vor 50 Jahren konnte es nur um die 6000 Einwohner ernähren, die Täler und  Berge seiner 468 qkm ausnutzend. Heute leben hier etwa 70'500 Personen mit einem hohen  Einkommensniveau. Wesentliche Erwerbsquelle der Andorraner ist neben reger Geschäftstätigkeit der Tourismus. Über 8 Millionen Besucher pro Jahr nutzen Andorra als Feriendomizil oder für günstige Einkaufsmöglichkeiten. Stark rückläufig ist die  Landwirtschaft, der Anbau von Tabak und die Viehzucht, in der nur mehr 3 % der Bevölkerung beschäftigt ist. Zu den natürlichen Reichtümern zählen die Heilquellen von Escaldes-Engordany, die schwefelhaltig und mit Temperaturen von 10 °C bis 85° C, besonders gegen Rheuma und Hautleiden empfehlenswert sind.

Andorra gehört nicht der EU an. Mit dem am 1.7.1991  in Kraft getretenen Abkommen über die Handelsbeziehungen zwischen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und dem Fürstentum Andorra werden die bisherigen einzelstaatlichen Vereinbarungen durch eine Gemeinschaftsregelung ersetzt. Die Übereinkunft sieht vorrangig die Errichtung einer Zollunion vor, die die Abschaffung der Zölle und Abgaben gleicher Wirkung, sowie der mengenmässigen Beschränkungen im Warenverkehr zwischen den Vertragsparteien beinhaltet. Das ermöglicht andorranischen  Unternehmen die Erschliessung und Erweiterung der Absatzmärkte in der EU.
Andorras wirtschaftliche Stärke beruht wesentlich auf:

Der  Handel

Dank seiner niedrigen Steuern hat sich Andorra zu einem Einkaufsparadies entwickelt. Grosse  Warenhäuser wie PYRENEES, ESCALE, ANDORRA 2000, PUNT DE TROBADA und andere, halten ein internationales Warenangebot bereit; ausserdem gibt es viele Fach- und Spezialgeschäfte.  Die Hauptstadt Andorra la Vella und die Einkaufsstrassen von Escaldes bieten insbesondere  an Wochenenden ein Bild pulsierenden Wirtschaftslebens. Tausende von Menschen aus Spanien  und Frankreich kommen herüber, um hier günstig einzukaufen. Neueste internationale Mode, exclusiver Schmuck, Uhren, Parfüms, Fotoapparate, Videogeräte, Stereoanlagen, Feinschmeckereien, Spirituosen, Tabak. Die Waren kommen Lkw-weise nach Andorra hinein und  gehen Pkw-weise und im Touristenbusverkehr wieder hinaus.

Andorra importierte 2014 insgesamt Waren im Wert von 105 Mil. EURO, davon rd. 92 %  aus der EU.

Die andorranischen Händler geben die Zoll- und Steuerersparnisse im Verhältnis zu  Frankreich und Spanien natürlich nicht voll an ihre Kunden weiter, sondern machen -  ähnlich der Duty-free-shops auf den Flughäfen - gute Geschäfte mit der Illusion der  Abgabenfreiheit und Preise, die etwas niedriger sind als im jeweiligen Hochsteuerland.

Der  Dienstleistungssektor

Andorras Dienstleistungsgewerbe setzt sich im wesentlichen zusammen aus den rd. 500 Hotels aller Klassen, hunderten von Bars und Restaurants, 4 Banken und ihre Niederlassungen,  Versicherungen, Import-Exportfirmen und Verwaltungsgesellschaften, Kaufhäusern, Supermärkten, Spezialgeschäften, Sport- und Freizeitanlagen. Dazu kommen Schulen,  Krankenhäuser, Gemeindedienste und schliesslich die Verwaltung. Sie alle benötigen qualifiziertes Personal. Die Angestellten des Dienstleistungssektors sind es, die neben  den Arbeitern in Andorra die hohe Wohnungsnachfrage erzeugen. Der Dienstleistungssektor  wächst mit dem Touristenstrom und der Handelstätigkeit.

Ein weiterer strategischer Sektor ist die Finanzbranche der ca. 21% vom BIP ausmacht.

Das neue Gesetz für ausländische Investitionen und Abkommen mit EU-Ländern, führt zu einem neuen sozialen und wirtschaftlichen Zyklus, in dem ausländische Investitionen und Internationalisierung der inländischen Unternehmen die neuen wirtschaftlichen Säulen bilden werden.

Warenausfuhrbestimmungen